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Allein kommt man nicht weit

Übersetzer? Das sind doch diese introvertierten Sonderlinge, die den ganzen Tag zwischen deckenhohen Stapeln von Wörterbüchern vor dem Computer sitzen und jedes Mal einen halben Herzanfall bekommen, wenn jemand anruft. Und auf die Straße trauen die sich nur nachts, damit sie wegen der Sonne nicht zu Staub zerfallen oder ansonsten Gefahr laufen, jemandem zu begegnen, mit dem man womöglich noch sprechen müsste.

So oder ähnlich sieht das Bild aus, dass viele Leute von uns Übersetzern haben. Aber wenn ich ehrlich bin: Ein bisschen was ist schon dran, zumindest bei einigen von uns. Damit ich beispielsweise mal ein bisschen rauskomme, treffe ich mich ab und zu mit Kolleginnen und Kollegen zum Stammtisch oder auch einfach so zum Essen oder wir machen einen netten Ausflug. Im letzten Jahr waren wir mit dem Kanu auf der Ruhr unterwegs (mehr dazu hier). Vor ein paar Wochen ging es dann in den Hochseilgarten.

Diesmal in den Hauptrollen:

Magdalena Bauch, die „Souveräne“
Staatlich geprüfte und ermächtigte Übersetzerin für Spanisch mit Südamerika-Erfahrung. Die übelsten Hindernisse quittiert sie nur mit einem müden Lächeln. Was glauben Sie, wie sie dann erst Ihre Urkunden, Verträge, medizinischen Dokumente oder literaturwissenschaftlichen Texte ins Deutsche übersetzt? Erfahren Sie mehr unter http://magdalenabauch.de/

 

 

 

Anne Schmidtchen, die „Wagemutige“
MA Bilingual Translations, spezialisiert auf Übersetzungen aus dem Spanischen und Englischen in den Bereichen Recht und Psychologie. Suchen Sie jemanden, der Herausforderungen annimmt und das Ziel stets im Auge behält? Dann sind sie bei ihr richtig. (https://www.xing.com/profile/Anne_Schmidtchen)

 

Roya Bouchehrian, die „Beständige“

Ermächtigte Diplom-Übersetzerin mit reichlich Erfahrung, die Wirtschafts-, Rechts- und Finanztexte aus dem Englischen und Spanischen akribisch ins Deutsche überträgt. Sie lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und betreut Sie und Ihre Projekte gelassen bis zum erfolgreichen Abschluss. Mehr zu ihr unter https://bouchehrian.de/

 

Und natürlich ich. Warum wir so etwas machen? Diese Frage haben sich einige von uns auch immer wieder gestellt, als wir uns in 7 Metern Höhe an diversen Hindernissen vorbeikämpfen mussten. Die Antwort ist aber ganz einfach: Weil es Spaß macht. Noch dazu lernt man sich besser kennen und kann sich in den Pausen über Berufliches und Privates austauschen. Ich meine, das schweißt zusammen und hilft, wenn man mal ein größeres Projekt gemeinsam abwickeln oder einen Kunden an einen vertrauenswürdigen Kollegen verweisen möchte.

Rettet Florian!

Nicht ganz freiwillig habe ich auch ein echtes Team-Building-Element eingebaut. Da ich als erster im Parcours war, wollte ich mich umdrehen und von einer Plattform aus ein paar Fotos schießen. Da die Schutzhandschuhe dabei störten, zog ich sie mir kurzerhand aus. Zehn Sekunden später lagen sie sieben Meter tiefer auf dem Boden. Super.

Rätselfreunde unter den Lesern? A steht auf Baum 4, B und C auf Baum 3, D ist bei Baum 1. Wie kommen die Handschuhe zu A? Der direkte Weg, das heißt die Handschuhe von ein paar netten Passanten hochwerfen zu lassen, scheiterte an der Wurftechnik und der schieren Höhe der Plattformen. Jede Plattform durfte zudem nur von zwei Personen gleichzeitig betreten werden.

Ich war schon kurz davor, nach Hilfe zu rufen, aber die drei Damen hatten die Situation voll im Griff. Den Handschuhen in Einheitsgröße sei Dank bekam ich kurzerhand von Anne die Handschuhe von Magdalena geliefert, die wiederum auf Roya wartete und dort meine Handschuhe entgegennahm. Warum kompliziert, wenn es auch leicht geht.

An dieser Stelle auch nochmal VIELEN DANK. Ihr habt mich gerettet! Wie man sieht, geht es ohne gute Kollegen nicht. Weder im Wald, noch im Berufsalltag.

Zum Abschluss hier noch ein paar Impressionen:
Copyright (alle Bilder): Florian Tejera Valenzuela

Sind Übersetzer Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO?

Seit nunmehr einem Jahr ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Damals wie heute ist die Unsicherheit groß, auch bei freiberuflichen Übersetzern und Übersetzungsagenturen. Das hat sich erst letztens wieder gezeigt, als mir eine Übersetzungsagentur, mit der ich seit ein paar Jahren zusammenarbeite, einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag zur Unterzeichnung zugeschickt hat.

Es geht dabei nicht direkt um personenbezogene Daten, die selbst erhoben werden, also etwa Kontaktdaten von Auftraggebern. Vielmehr geht es um solche personenbezogenen Daten, die in Texten enthalten sein können, von denen eine Übersetzung in Auftrag gegeben wird. Denken Sie beispielsweise an eine Heiratsurkunde oder jeden privatrechtlichen Vertrag. Daher hat mich der Wunsch der Agentur, einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag abzuschließen, auch nicht völlig überrascht, auch wenn es bislang mein einziger Kunde war, der diesen Wunsch hatte.

Gemäß DSGVO (Art. 28 Nr. 3) muss ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag immer dann unterzeichnet werden, wenn der Verantwortliche für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten eine andere Stelle, den Auftragsverarbeiter, mit dieser Verarbeitung beauftragt. Im Prinzip könnte dies also auf die genannte Konstellation zutreffen, bei der die Agentur der Verantwortliche wäre und der Übersetzer der Auftragsverarbeiter. Doch ist das so?

Ich bin selbst kein Jurist! Daher hier der Hinweis für Sie, liebe Leser, dass Nachfolgendes nicht als Rechtsberatung zu verstehen ist.

Im Gespräch zu diesem Thema hat mich Andrea Esters, eine geschätzte Kollegin, auf ein Schreiben des Bayerischen Landesamts für Datenschutz, also einer der Aufsichtsbehörden im Bereich Datenschutz, hingewiesen. Das Dokument hat den Titel: „FAQ zur DS-GVO“ und ist im Netz leicht zu finden. Die Infos sind zwar aus Bayern, da die DSGVO aber europaweit gilt, sollten die Ausführungen auch für NRW, den Rest Deutschlands und auch das EU-Ausland gelten.

Dort heißt es:

Auftragsverarbeitung im datenschutzrechtlichen Sinne liegt nur in Fällen vor, in denen eine Stelle von einer anderen Stelle im Schwerpunkt mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beauftragt wird. Die Beauftragung mit fachlichen Dienstleistungen anderer Art, d. h., mit Dienstleistungen, bei denen nicht die Datenverarbeitung im Vordergrund steht bzw. bei denen die Datenverarbeitung nicht zumindest einen wichtigen (Kern-)Bestandteil ausmacht, stellt keine Auftragsverarbeitung im datenschutzrechtlichen Sinne dar.

Das heißt für uns, dass nur dann ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag unterschrieben werden muss, wenn wir als Übersetzer „im Schwerpunkt mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beauftragt“ sind. Ich denke, das ist bei uns in der Regel nicht der Fall, da mir gegenüber bislang jeder Auftraggeber, insbesondere jede Agentur, gesagt hat: „Übersetzen Sie dieses Dokument“ oder ähnlich. Aber nun gut. Gehen wir davon aus, dass noch immer Interpretationsspielraum da ist. Das Landesamt wird noch konkreter (Hervorhebungen aus dem Original):

[…] im Kern keine beauftragte Verarbeitung personenbezogener Daten, sondern der Auftrag zielt auf eine andere Tätigkeit: […] Übersetzung von Texten in/aus Fremdsprachen.

Ausdrücklicher kann man es im Grunde kaum bekommen. Konkret heißt das: Bei der Zusammenarbeit mit Übersetzungsagenturen muss der Übersetzer keinen Vertrag über die Auftragsdatenverarbeitung unterzeichnen, da er nicht in erster Linie die personenbezogenen Daten, die eventuell im zu übersetzenden Text enthalten sind, verarbeitet, sondern eine Übersetzung erstellt. Dies trifft auch auf die Agentur selbst zu. Ihr Kunde beauftragt sie ebenfalls „im Schwerpunkt“ mit der Übersetzung, nicht aber mit der Verarbeitung der im Text enthaltenen personenbezogenen Daten. Sie ist somit auch kein Auftragsverarbeiter. Aber Vorsicht: Das heißt natürlich nicht, dass man mit den personenbezogenen Daten aus zu übersetzenden Texten machen kann, was man will. Diese sind in jedem Fall weiterhin vertraulich zu behandeln und zu schützen (gemäß DSGVO, Ehrenordnung des BDÜ, gesundem Menschenverstand usw.), nur haben wir Übersetzer im Agenturauftrag eben nicht die Rolle des Auftragsverarbeiters. Das ist auch schon alles.

Revisionskompetenz nachweisen – Was Sie als Auftraggeber wissen sollten

Mal wieder über einen Rechtschreibfehler gestolpert? Oder über einen falschen Fachbegriff? Diese und ähnliche Dinge kommen immer wieder in Übersetzungen vor, da auch Übersetzer nur Menschen sind. Doch selbst in Texten, die förmlich und terminologisch einwandfrei sind, können noch Fallen enthalten sein, die man oft nur bedingt dem Übersetzer anlasten kann. Sie als Auftraggeber können etwas gegen all die genannten Probleme tun. So sollten Sie natürlich in erster Linie einen professionellen und kompetenten Übersetzer auswählen, aber diesem beispielsweise auch vernünftiges Referenzmaterial zur Verfügung stellen, klare Vorgaben machen, für Fragen zur Verfügung stehen und ihm eine ausreichende Bearbeitungszeit einräumen.

Eine weitere Möglichkeit, um eine höhere Qualität der Übersetzung sicherzustellen, ist das „Vier-Augen-Prinzip“, das heißt, die Prüfung der Übersetzung gegen den Ausgangstext durch einen zweiten Übersetzer. In der internationalen Norm für Übersetzungsdienstleistungen, der ISO 17100, wird dies „Revision“ genannt und ist dort ein obligatorischer Schritt. Bei mir finden Sie diese Leistung unter „Übersetzungslektorat“, andere Dienstleister verwenden teils abweichende Bezeichnungen.

Ich biete schon seit vielen Jahren Revisionen bzw. Übersetzungslektorate an. Dabei überprüfe ich für meine Kunden, die oft mit einem Workflow gemäß ISO 17100 arbeiten, die Übersetzungen anderer Übersetzer auf Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, korrekte Terminologie, Stil, korrekte Zahlen, Übereinstimmung mit der Aussage des Ausgangstextes usw. Außerdem kann ich die Revision meiner Übersetzung Ihrer Texte durch einen zweiten Übersetzer für Sie organisieren.

Wenn Sie nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 oder der ISO 17100 zertifiziert sind, müssen Sie die Kompetenz Ihrer Dienstleister nachweisen. Das Wort Ihres Dienstleisters reicht leider nicht aus. Ihr Auditor will harte Fakten, einen Nachweis, sehen. Damit Sie ihm diesen schwarz auf weiß geben können, habe ich vor zwei Wochen ein zweitägiges Seminar mit Zertifikatsprüfung besucht. Themen waren unter anderem Ziele und Zweck der Revision, Grundsätze der Revision, Fehlerkategorien, Revisionsprozesse, Normen im Qualitätsmanagement, Revisionsumfang und -tiefe, Revisionskompetenz und vieles mehr.

Wenn Sie also für Ihre Zertifizierung bzw. Rezertifizierung einen Nachweis benötigen, dass ich über die nötige Revisionskompetenz gemäß ISO 17100 bzw. ISO 9001 verfüge, dann melden Sie sich bei mir. Ich stelle Ihnen dann das entsprechende Zertifikat gerne für Ihre Unterlagen zur Verfügung.

Falls Sie selbst Übersetzer sind und sich für das genannte Seminar bzw. eine Möglichkeit zum Nachweis Ihrer Revisionskompetenz interessieren, dann haben Sie noch etwas Geduld. In wenigen Tagen erzähle ich für interessierte Kolleginnen und Kollegen gerne etwas ausführlicher von dem Seminar.

Von den Lebenden und den Toten

Rechtsmediziner kennen die meisten von uns nur aus dem Fernsehen. Aber haben Sendungen wie Quincy, Crossing Jordan oder Medical Detectives überhaupt viel mit der Realität zu tun? Da ich mich mit dem Thema auch nicht auskannte, hatte ich mich für das Seminar “Ein Querschnitt durch die Rechtsmedizin” angemeldet, ein Fortbildungsangebot des BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.). Zwar habe ich nur am Rande mit Medizin zu tun, dennoch interessierte mich das Thema.

Da solche Seminare vielleicht auch für andere Leute interessant sind, schreibe ich normalerweise gerne darüber. Was ich bei der Anmeldung noch nicht wusste: Dieses Seminar hat mit „normal“ nichts zu tun.

Nichts ist normal

Normalerweise würde ich Ihnen jetzt grob beschreiben, um was es in dem Seminar ging, wie der Referent die Inhalte vermittelt hat, wie die Stimmung war usw. Allerdings sind das nicht die Dinge, die bei mir dauerhaft hängenbleiben werden. Bin ich ein wenig traumatisiert? Ja. Denn ich war auf das, was kam, nicht gut vorbereitet. Wenn ich allerdings nach den Gesichtern der anderen Teilnehmer gehe, ging es denen auch nicht viel besser. Wenn Sie empfindlich sind, überspringen Sie den nächsten Absatz bitte.

Denn was wir von unserem Referenten, Dr. med. Frank Glenewinkel, Facharzt für Rechtsmedizin, aus Köln zu sehen bekamen, begegnet einem nicht alle Tage. Von Fäulnisgasen aufgedunsene Leichen mit verfaulter, grüner Haut und verzerrtem Gesicht, die man nur auf den zweiten Blick als Mensch erkennen kann. Von Speckkäfermaden ausgehöhlte, mumifizierte Körper. Vergewaltigte, geschundene junge Frauen. Ein verhungertes, bis auch die Knochen abgemagertes Mädchen. Eingedrückte Brustkörbe. Erhängte oder erdrosselte Menschen. Vom Zug erfasste Körper, mit gesprengtem Kopf und abgerissenen Gliedern – beim totgeschlagenen Säugling konnte ich nicht mehr und musste für ein paar Minuten raus.

Sind Sie noch da?

Wenn Sie bis hier gekommen sind, halten Sie vermutlich mehr aus als ich (oder Sie haben sich um den vorangehenden Absatz gedrückt). Damit wir uns nicht falsch verstehen: Trotz der drastischen Inhalte ist das Seminar definitiv eines der besten, das ich je beim BDÜ besucht habe. Ein absolutes Muss ist dieses Seminar für Sie, wenn Sie a) für Gerichte oder die Polizei tätig sind und dort mündliche Aussagen oder Texte mit rechtsmedizinischen Inhalten bearbeiten oder b) als Krimiautor in menschliche Abgründe blicken und Gewalttaten realistisch beschreiben möchten. Ich möchte im Folgenden nicht zu viel vorweg nehmen, daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Herr Glenewinkel lebt und liebt seinen Beruf. Anders hält man das auch nicht aus. Er hat es geschafft, selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, todernste Dinge so zu vermitteln, dass wir zwischendurch viel gelacht haben (und zwar nicht aus Verzweiflung). Als Einführung wurden zunächst einige Fragen geklärt: Was machen Rechtsmediziner überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen einem Rechtsmediziner und einem Pathologen? Sind Sektion, Obduktion und Autopsie das gleiche (kleiner Spoiler: ja)? Welche Todesursachen und Todesarten werden unterschieden? Und, und, und…

Im Angesicht des Verbrechens

Danach ging es schon ans Eingemachte (ganz, ganz falsche Wortwahl). Besprochen wurden sichere und unsichere Todeszeichen, frühe und späte Leichenerscheinungen, verschiedene Formen der Gewalteinwirkung (inklusive Tipps für alle, die jemanden um die Ecke bringen möchten, ohne geschnappt zu werden), Ersticken, Erhängen, Erdrosseln, Erwürgen, stumpfe Gewalt, offensive und defensive Leichenzerstückelung, halbscharfe und scharfe Gewalt, Kindesmissbrauch usw. Interessant war auch der Fall eines getöteten Mannes, dessen Tötung wir anhand von Bildern des Tatorts zusammen mit Herr Glenewinkel rekonstruieren konnten.

Mehr möchte ich nicht verraten. Abends am Bahngleis telefoniere ich kurz mit meiner Frau. Als sie mich fragt, ob es schön gewesen sei, muss ich kurz überlegen. Nein, „schön“ war es nicht. Gelohnt hat es sich trotzdem. Besuchen Sie dieses Seminar. Sie werden es nicht bereuen. Bringen Sie aber gute Nerven mit.

HInweise:
Das Seminarangebot des BDÜ finden Sie auf: https://seminare.bdue.de/

Dieser Seminarbericht erscheint in abgewandelter Form voraussichtlich auch in der nächsten Ausgabe von infoNRW, der Mitgliederzeitschrift des BDÜ-Landesverbands Nordrhein-Westfalen.

Erfahrungsbericht: Seminar “SDL MultiTerm 2017 für Anwender” von Renate Dockhorn

Zum vernünftigen Arbeiten als Übersetzer gehören für mich auch Termbanken. Es gibt kaum ein Projekt, für das ich keine Termbank verwende. Dort speichere ich die Fachterminologie des Kunden, gerade auch die selten vorkommenden Termpaare, nach denen ich länger recherchieren musste. Aber auch häufig wiederkehrende Wörter und Phrasen, wie etwa Firmenname oder Anschrift bzw. Produktnamen, finden bei mir Eingang in diese Datenbanken. So vermeide ich Tippfehler und spare mir Schreibarbeit.

Teilnahmebestätigung Seminar SDL MultiTerm 2017

Man lernt nie aus
Zum Anlegen, Aufbereiten und Verwalten der Terminologie verwende ich derzeit SDL MultiTerm 2017. Zwar bin ich ein durchaus geübter Nutzer, doch verwende ich immer nur einen Bruchteil der Funktionen. Um ein wenig über den Tellerrand hinaus zu schauen und eventuell auch Funktionen kennenzulernen, die mir im Arbeitsalltag weiterhelfen können, habe ich am 8. Juni 2018 das Seminar „SDL MultiTerm 2017 für Anwender“ von Renate Dockhorn besucht.

Das Seminar fand, für mich sehr günstig, in Essen statt. Neben mir nahmen noch drei weitere Interessierte teil, sodass wir eine nette kleine Runde waren. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, da das Seminar im Prinzip alle wichtigen Themen abgehandelt hat. Hier nur ein kurzer Überblick:

  • Anlegen von Termbanken
  • Sinnvoller Aufbau von Termbanken, inklusive Felder
  • Import von Termlisten bzw. Export von Termbanken unter Verwendung von MultiTerm Convert, Glossary Converter und anderen Tools
  • Eingabemodelle und Filter
  • und vieles mehr

Die verschiedenen Themen wurden von Frau Dockhorn dabei sehr gut aufbereitet und vermittelt. Es blieb keine Frage offen, obwohl der Wissensstand der Teilnehmer teils sehr unterschiedlich war.

Mein persönlicher Aha-Moment
Für die meisten Leser ist das sicher ein alter Hut, für mich war das jahrelang ein Ärgernis. Endlich habe ich eine beglückend simple Lösung für eines meiner Probleme. Darum geht es: Beim Arbeiten in SDL Trados Studio 2017 und eingebundener Termbank wird im Fenster „Terminologieerkennung“ standardmäßig nur der Name der Termbank angezeigt, aus der der Term stammt. Und das auch nur, wenn mehrere Termbanken geöffnet sind. Andere in der Termbank enthaltene Felder, wie etwa zum Status („verboten“, „bevorzugt“ o. Ä.) werden nicht angezeigt, sodass ich immer mühselige Umwege gehen musste. Dabei ist es ein Kinderspiel, sich diese Angaben anzeigen zu lassen. Wenn man weiß, wie es geht: Einfach im oben genannten Fenster auf das Symbol „Trefferlisteneinstellungen“ (bei mir das zweite von rechts) klicken. Daraufhin öffnet sich ein Dialog, in dem sämtliche Einstellungen in Hinblick auf die Darstellung der Termbanktreffer vorgenommen werden können. Auch die anzuzeigenden Felder können festgelegt werden (über die Schaltfläche, „Felder auswählen…“). Sie müssten mal meinen zufriedenen Gesichtsausdruck sehen, wenn ich diese Funktion jetzt verwende.

Toller Service
Ich war sehr zufrieden mit dem Seminar, da es genau meinen Erwartungen entsprach und ich etwas für die Praxis mitnehmen konnte. Neben dem sehr ausführlichen und aufwendig ausgeführten Skript, das jeder Teilnehmer von Frau Dockhorn erhielt, muss vor allem die hervorragende, individuelle Betreuung durch Frau Dockhorn und ihren Mann, der die Organisation des Seminars übernahm, betont werden. Die beiden haben keine Mühen gescheut, ihr Wissen sachgerecht und gut verständlich zu vermitteln.

Jedem, der MultiTerm besser kennenlernen möchte oder sich bei der einen oder anderen Funktion noch nicht ganz sicher ist, sei dieses Seminar wärmstens empfohlen.

Übersetzer-Networking auf der Ruhr

Wer nicht gerade in einer Bürogemeinschaft arbeitet oder einen Platz in einem Coworking Space gemietet hat, verbringt als freiberuflicher Übersetzer den Großteil der Arbeitszeit ohne direkten Kontakt zu anderen Übersetzern. Fehlt einem der private und berufliche Austausch mit anderen Übersetzerinnen und Übersetzern? Ja. Definitiv. Muss das so bleiben. Nein.

Zwischendurch ist Abwechslung nötig. Die kann man sich bei Übersetzerstammtischen oder Fortbildungen holen. Oder auch bei ungezwungenen Networking-Veranstaltungen. Warum nicht eine Kanu-Tour auf der Ruhr – mit Übersetzern, Dolmetschern und anderen Vertretern aus der Übersetzungsbranche? Am 16. Juni 2018 war es soweit. Es sollte endlich aufs Wasser gehen. Mit dabei waren:

  • Anne Schmidtchen, ermächtigte Übersetzerin für Englisch, Spanisch und Deutsch,
  • Kristina Yakovleva, vereidigte Dolmetscherin und ermächtigte Übersetzerin für Russisch, Englisch und Deutsch,
  • Roya Bouchehrian, ermächtigte Übersetzerin für Englisch, Spanisch und Deutsch,
  • Dorothe Elsenbruch, Localization Supervisor bei einem US-Unternehmen mit Sitz in Ratingen,
  • Michael Maslon, Inhaber einer Essener Übersetzungsagentur

… und natürlich ich selbst. Ich kenne alle Teilnehmer persönlich. Untereinander kannten sie sich jedoch nur teilweise, sodass sich hier eine interessante Möglichkeit bot, andere Übersetzer und Dolmetscher kennenzulernen, sich auszutauschen und neue Ideen und Eindrücke zu sammeln.

Auf der Ruhr: Florian Tejera, Dorothe Elsenbruch und Anne Schmidtchen (hinten), Roya Bouchehrian und Kristina Yakovleva (vorne); Bild: Michael MaslonGut vorbereitet mit Wechselwäsche, wasserfesten Hüllen für das Handy, Brillenkordeln und Sonnencreme ging es nach Hattingen. Nach einer Einweisung zur Paddeltechnik und zur Route bekamen wir passende Schwimmwesten, Paddel und eine wasserdichte Tonne. Wir hatten zwei Kanadier für je 3 Personen zur Verfügung. Nach einer kurzen Stärkung für zwei „ungefrühstückte“ Teilnehmerinnen, denen ich meine knusprige Laugenstange spendete, ging es ans Einsteigen. Schon hier war echtes Teamwork nötig. Zwei hielten das Kanu fest, während der bzw. die Dritte einstiegen. Möglichst so, dass man nicht direkt zur anderen Seite hin einen Hechtsprung in den Fluss macht. Sobald die erste Person eingestiegen war, hielt diese das Boot ebenfalls am Ufer fest, sodass die zweite Person einsteigen konnte, usw.

Bis zum ersten Wehr hatten wir 1 km lang Zeit (bzw. dank Kurven- und Zickzack-Fahrt etwas länger), uns etwas an die Kanus zu gewöhnen. Nach einer Weile ging es ganz gut, sodass wir schnell vorankamen. Die Bootsgasse am ersten Wehr war mit 80 Metern Länge und mehreren größeren Wellen recht eindrucksvoll. Nach kurzer Abstimmung gelangten wir zu der Auffassung, dass wir uns das lieber für das nächste Mal aufsparen. So wurden die Boote getreidelt, das heißt an einem Tau über eine eigene Gasse am Wehr vorbeigeführt. Ob wir gekniffen haben? Ja, ich gebe es ja zu.

Immer voran: Florian Tejera, Dorothe Elsenbruch und Anne Schmidtchen; Bild: Michael MaslonFür uns ging es trocken weiter den Fluss hinunter, vorbei an Enten, Gänsen, Blässhühnern und Tauchern mitsamt Nachwuchs, Froschkonzerten und umherschwirrenden Libellen. Selbst eine Kuh hatte sich zur Abkühlung mehrere Meter weit in die Ruhr gestellt.

Am zweiten Wehr stand ein Landgang an, um den Hunger und Durst zu stillen. Neben aufschlussreichen Gesprächen über Designer-Handtaschen ging es auch um die Zukunft des Übersetzerberufs vor dem Hintergrund maschineller Übersetzung und andere berufliche Themen. Schlechte Laune kam dabei zum Glück nicht auf.

Mit vollem Bauch und einem ungewollten Beinahe-Bad in der Ruhr machten wir uns zur letzten Etappe auf, die in Essen-Horst enden sollte. Der Fluss wurde leerer, sodass man noch mehr Stille genießen konnte. Auch der angenehme Wind tat sein Übriges, sodass die Tour einen schönen Ausklang fand.

Es war ein sehr schöner Tag, mit interessanten Unterhaltungen, der allen Beteiligten gefallen hat. Wir alle haben uns besser kennen gelernt und werden auch in Zukunft in engem Kontakt bleiben. Vielleicht geht es beim nächsten Mal in einen Hochseilgarten. Oder gibt es andere Ideen? Immer her damit.

[Bilder: Michael Maslon]

Freiberufliche Übersetzer und Übersetzungsagenturen – Umfrageergebnisse Teil 2 – Übersetzerumfrage

Nachdem ich Ihnen vor einer Weile die Ergebnisse der Agenturumfrage vorgestellt habe, kommen nun die Übersetzer selbst zu Wort. Wie erleben freiberufliche Übersetzer das Geschäftsverhältnis zu Übersetzungsagenturen? Ist es eine Beziehung auf Augenhöhe? Wo liegen die Probleme?

Auch dieses Mal wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen. Klicken Sie einfach auf den folgenden Titel:

Gute Agentur, böse Agentur
Umfrage „Verhältnis zwischen freiberuflichen Übersetzern und Übersetzungsagenturen – Übersetzerumfrage”

Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe (Nr. 55, März 2018) des infoNRW, der Mitgliederzeitschrift des BDÜ-Landesverbands NRW, erschienen, der noch weitere interessante Artikel bereithält, so etwa zu den Themen Gerichtsdolmetschen und dem Übersetzungsfachgebiet Kunstgeschichte.

Vielen Dank nochmals an alle Teilnehmer der Umfrage.

Freiberufliche Übersetzer und Übersetzungsagenturen – Umfrageergebnisse Teil 1

Wenn Sie ein Gedächtnis wie ein Elefant haben, werden Sie sich erinnern. Ende 2016 habe ich eine Umfrage zum Verhältnis zwischen freiberuflichen Übersetzern und Übersetzungsagenturen durchgeführt. Eigentlich waren es sogar zwei Umfragen, je eine für die beiden Perspektiven. Ich wollte damit genauer herausfinden, warum Übersetzungsagenturen bei vielen Übersetzern einen so schlechten Ruf haben und andererseits auch der Frage nachgehen, warum Agenturen oft Probleme mit freiberuflichen Übersetzern haben (was ich aus eigener leidvoller Erfahrung als Projektmanager bestätigen kann).

Nun, nach monatelangem Grübeln (und jeder Menge “echter” Arbeit mit einer Flut von Übersetzungsprojekten), ist endlich der erste Teil der Umfrage ausgewertet und in Form gebracht. Wenn Sie wissen möchten, wie Agenturen ihr Verhältnis zu uns Übersetzern sehen, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen des folgenden Artikels (einfach auf den Titel klicken):

SCHWARZE SCHAFE? BEI UNS DOCH NICHT
Umfrage „Verhältnis zwischen freiberuflichen Übersetzern und Übersetzungsagenturen – Agenturumfrage“

Mein Artikel ist in der aktuellen Ausgabe (Nr. 54, Oktober 2017) der BDÜ-Zeitschrift infoNRW erschienen, der noch weitere interessante Artikel bereithält, so etwa zum Thema Gewerblichkeit der Übersetzung, automatisierte Übersetzungsauftragsprozesse usw. Die Lektüre lohnt sich.

Vielen Dank nochmals an alle Teilnehmer der beiden Umfragen. Die Auswertung des zweiten Teils der Umfrage folgt in der nächsten Ausgabe von infoNRW. Für diejenigen unter Ihnen, die diese Zeitschrift nicht erhalten, werde ich den entsprechenden Artikel wieder an dieser Stelle bereitstellen.

Die tekom ruft und alle sind dabei

Messe-Besuch tekom in Stuttgart

Besuch der tekom-Messe im Oktober 2017

Auch in diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, zur Messe der Gesellschaft für Technische Kommunikation (tekom) nach Stuttgart zu fahren. Sie findet jedes Jahr zusammen mit der tekom-Jahrestagung im Herbst in Stuttgart statt. In diesem Jahr habe ich es endlich geschafft und bin tatsächlich am 24. Oktober dort gewesen. Beim ersten Mal wollte ich es nicht übertreiben und habe daher auf die Jahrestagung und die Vorträge verzichtet und mich nur der Messe gewidmet. Aber auch das war für einen Tag schon mehr als genug, da man hier nicht nur Neuigkeiten erfahren oder sich mit Kunden oder Kollegen zum Gespräch bei einem Kaffee verabreden kann. Man trifft auch ganz unerwartet alte Freunde und Bekannte wieder.

Ich hatte mich bereits im Vorfeld mit drei meiner Kunden verabredet, die man aufgrund der Entfernung ansonsten nicht so oft zu Gesicht bekommt. Einer der Kunden war selbst Aussteller, sodass ich dort gleich mehrere bekannte Namen nun auch den Gesichtern zuordnen konnte. Alle Gespräche waren sehr angenehm und interessant und man konnte bei Kaffee oder dem Mittagessen über Geschäftliches, Privates und auch sonst alles sprechen. Wenn einem dann noch ehemalige Kommilitoninnen über den Weg laufen, die man seit 12 Jahren nicht mehr gesehen hat, setzt das dem Ganzen das i-Tüpfelchen (oder die Sahnehaube, wenn man gerade beim Kaffee ist) auf. Ob die zwei Tassen Kaffee, die ich getrunken habe, tatsächlich koffeinfrei waren, weiß ich nicht so genau. Vielleicht lag es auch einfach an dem großartigen Tag und den netten Menschen, dass ich am Abend ganz beschwingt nach Hause gefahren bin.

Im nächsten Jahr werde ich mit Sicherheit wieder vor Ort sein. Vielen Dank an dieser Stelle an all meine netten Gesprächspartner am Dienstag. Ihr habt mir einen wunderschönen Tag bereitet!

Schöne Grüße
Florian

Vier Seminare, die ich empfehlen kann

Es gibt viele Dinge, die ich nicht weiß. Beim Wetter von nächster Woche oder den Lottozahlen wird das wohl auch so bleiben (gerade im zweiten Fall würde ich wahrscheinlich hier nicht mehr schreiben). Was jedoch meinen Beruf und meine Fachgebiete angeht, so lassen sich Wissenslücken gut füllen. Das geeignete Werkzeug dafür heißt, Sie ahnen es, „Fortbildung“.

Fortbildung ist ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung. Als Übersetzer muss ich wissen, was ich übersetze, da ich nur so den Inhalt des Textes adäquat ins Deutsche übertragen kann. Wenn dieses Wissen fehlt oder unzureichend ist, sieht man das der Übersetzung in der Regel an. Sie wird zwangsläufig wörtlicher sein, näher am Ausgangstext bleiben oder im schlechtesten Fall einfach missverständlich oder falsch sein.

In der letzten Zeit habe ich in diesem Zusammenhang unter anderem auch einige Seminare besucht (neben Webinaren, Fachliteratur usw.). Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, jedes einzelne kurz nach dem jeweiligen Datum an dieser Stelle vorzustellen, bin aber in den Wirren des Alltags meist nicht dazu gekommen. Daher möchte ich hier kurz einen Abriss zu einigen der letzten von mir besuchten Veranstaltungen geben. Die hier genannten Seminare dürfen auch gerne als Empfehlungen angesehen werden, da ich mit diesen vollauf zufrieden war. Wenn sie also nochmal angeboten werden, dann nur zu! (Zu den hier vorgestellten Seminaren siehe vor allem http://seminare.bdue.de/)

Medizinisches Fachwissen: Bewegungsapparat

Wann: März 2016
Referent/-in: Dr. Julia Langer
Umfang: 8 UE

In diesem Seminar ging es stark verkürzt darum, was dazu nötig ist, dass sich unser Körper bewegen kann. Wie sind Bindegewebe, Knochen und Knorpel, Gelenke, Muskeln und das Skelett als Ganzes aufgebaut, wie interagieren sie, welche Probleme kann es geben? Insbesondere letzteres, also Erkrankungen des Bewegungsapparats, wurde abschließend in kleinen Arbeitsgruppen erarbeitet und den Teilnehmern vorgestellt. Sehr lehrreich, sehr unterhaltsam und für meine (leider nicht mehr so häufigen) Übersetzungen im Bereich Medizintechnik sehr hilfreich. Auch das ein oder andere, zum Glück meist nicht so schwerwiegende private Wehwehchen der Teilnehmer konnte besprochen werden.

Technische Übersetzungen mit Schwerpunkt Elektrotechnik für Englisch Teil 1 und 2

Wann: Juli 2016
Referent/-in: David Burkhardt
Umfang: 16 UE

Um dieses Thema mache ich für gewöhnlich einen Bogen: Elektrotechnik. Ich bin ein Mensch, der sich die Dinge, zu denen er Texte übersetzt, plastisch vorstellen muss, was bei Strom, Spannung, Widerstand, Leistung, Frequenz usw. zwangsläufig etwas schwierig ist. Umso mehr ein Grund, der Sache auf den Grund zu gehen. David Burkhardt hat es sehr gut verstanden, den für mich recht abstrakten Begriffen Leben einzuhauchen und selbst mir verständlich zu machen, welche Aufgaben Transistoren, Widerstände, Spulen, Logikgatter und andere Bauelemente in Schaltkreisen haben. Komplex, aber sehr spannend. Durch das Seminar ist Elektrotechnik zwar nicht zu meinen Lieblingsthemen geworden, aber sie ist auch nicht mehr mein Erzfeind.

Textiltechnik – Herstellung von textilen Materialien – Technische Textilien

Wann: November 2016
Referent/-in: Ilona Futó
Umfang: 8 UE

Ein ganz anderes Thema. Textile Materialien … da denkt man zunächst natürlich an Kleidung. Aber man findet sie auch in der Medizin, im Bauwesen (textile Bewehrungen für Beton) und in ziemlich allen Bereichen des täglichen und nicht ganz so alltäglichen Lebens. Was ist ein Garn, was eine Gewebe, Gestricke, Filz, Vlies usw. und was ist jeweils der entscheidende Unterschied? Wie werden solche Textilien hergestellt? Was ist Textilveredelung bzw. Ausrüstung? Man müsste eigentlich meinen, dass man sich mit etwas gut auskennt, das man jeden Tag auf der Haut spürt. So kann man sich täuschen. Besonders praktisch: Ich habe eine Kollegin kennengelernt, die in einem Forschungsinstitut für textile Bodenbeläge arbeitet. Da ich für einen Kunden aus der Teppichbranche arbeite, konnte sie mir prompt eine Woche später bei einer Frage helfen. So muss Networking sein! Ich schulde ihr jetzt allerdings diverse Kaffees.

Houston, was soll ich mit dieser Datei? Dateiformate in SDL Trados Studio

Wann: März 2017
Referent/-in: Jerzy Czopik
Umfang: 8 UE

In diesem Seminar brachte uns Jerzy Czopik (alias „Dr. Studio“) in kompakter, sehr gut verständlicher Form bei, wie man mit regulären Ausdrücken (regular expressions, Regex) Dateien verschiedener Formate (Word, Textformate, XML usw.) so vorbereiten kann, dass sich die zu übersetzenden Passagen, und zwar nur diese, bequem in SDL Trados Studio bearbeiten lassen. Das Seminar war ein echter Volltreffer, wie ich nur wenige Tage später in der Praxis feststellen konnte (siehe Blog-Beitrag „Erstellen einer Dateitypdefinition für PHP-Dateien“).