Allein kommt man nicht weit

Übersetzer? Das sind doch diese introvertierten Sonderlinge, die den ganzen Tag zwischen deckenhohen Stapeln von Wörterbüchern vor dem Computer sitzen und jedes Mal einen halben Herzanfall bekommen, wenn jemand anruft. Und auf die Straße trauen die sich nur nachts, damit sie wegen der Sonne nicht zu Staub zerfallen oder ansonsten Gefahr laufen, jemandem zu begegnen, mit dem man womöglich noch sprechen müsste.

So oder ähnlich sieht das Bild aus, dass viele Leute von uns Übersetzern haben. Aber wenn ich ehrlich bin: Ein bisschen was ist schon dran, zumindest bei einigen von uns. Damit ich beispielsweise mal ein bisschen rauskomme, treffe ich mich ab und zu mit Kolleginnen und Kollegen zum Stammtisch oder auch einfach so zum Essen oder wir machen einen netten Ausflug. Im letzten Jahr waren wir mit dem Kanu auf der Ruhr unterwegs (mehr dazu hier). Vor ein paar Wochen ging es dann in den Hochseilgarten.

Diesmal in den Hauptrollen:

Magdalena Bauch, die „Souveräne“
Staatlich geprüfte und ermächtigte Übersetzerin für Spanisch mit Südamerika-Erfahrung. Die übelsten Hindernisse quittiert sie nur mit einem müden Lächeln. Was glauben Sie, wie sie dann erst Ihre Urkunden, Verträge, medizinischen Dokumente oder literaturwissenschaftlichen Texte ins Deutsche übersetzt? Erfahren Sie mehr unter http://magdalenabauch.de/

 

 

 

Anne Schmidtchen, die „Wagemutige“
MA Bilingual Translations, spezialisiert auf Übersetzungen aus dem Spanischen und Englischen in den Bereichen Recht und Psychologie. Suchen Sie jemanden, der Herausforderungen annimmt und das Ziel stets im Auge behält? Dann sind sie bei ihr richtig. (https://www.xing.com/profile/Anne_Schmidtchen)

 

Roya Bouchehrian, die „Beständige“

Ermächtigte Diplom-Übersetzerin mit reichlich Erfahrung, die Wirtschafts-, Rechts- und Finanztexte aus dem Englischen und Spanischen akribisch ins Deutsche überträgt. Sie lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und betreut Sie und Ihre Projekte gelassen bis zum erfolgreichen Abschluss. Mehr zu ihr unter https://bouchehrian.de/

 

Und natürlich ich. Warum wir so etwas machen? Diese Frage haben sich einige von uns auch immer wieder gestellt, als wir uns in 7 Metern Höhe an diversen Hindernissen vorbeikämpfen mussten. Die Antwort ist aber ganz einfach: Weil es Spaß macht. Noch dazu lernt man sich besser kennen und kann sich in den Pausen über Berufliches und Privates austauschen. Ich meine, das schweißt zusammen und hilft, wenn man mal ein größeres Projekt gemeinsam abwickeln oder einen Kunden an einen vertrauenswürdigen Kollegen verweisen möchte.

Rettet Florian!

Nicht ganz freiwillig habe ich auch ein echtes Team-Building-Element eingebaut. Da ich als erster im Parcours war, wollte ich mich umdrehen und von einer Plattform aus ein paar Fotos schießen. Da die Schutzhandschuhe dabei störten, zog ich sie mir kurzerhand aus. Zehn Sekunden später lagen sie sieben Meter tiefer auf dem Boden. Super.

Rätselfreunde unter den Lesern? A steht auf Baum 4, B und C auf Baum 3, D ist bei Baum 1. Wie kommen die Handschuhe zu A? Der direkte Weg, das heißt die Handschuhe von ein paar netten Passanten hochwerfen zu lassen, scheiterte an der Wurftechnik und der schieren Höhe der Plattformen. Jede Plattform durfte zudem nur von zwei Personen gleichzeitig betreten werden.

Ich war schon kurz davor, nach Hilfe zu rufen, aber die drei Damen hatten die Situation voll im Griff. Den Handschuhen in Einheitsgröße sei Dank bekam ich kurzerhand von Anne die Handschuhe von Magdalena geliefert, die wiederum auf Roya wartete und dort meine Handschuhe entgegennahm. Warum kompliziert, wenn es auch leicht geht.

An dieser Stelle auch nochmal VIELEN DANK. Ihr habt mich gerettet! Wie man sieht, geht es ohne gute Kollegen nicht. Weder im Wald, noch im Berufsalltag.

Zum Abschluss hier noch ein paar Impressionen:
Copyright (alle Bilder): Florian Tejera Valenzuela