Die Berufsbezeichnung „Übersetzer“ ist in Deutschland nicht geschützt. Das heißt, dass sich jeder als Übersetzer bezeichnen kann, sofern er irgendwie mit Übersetzungen beschäftigt ist. Auf Qualifikation, Einhaltung von Standards und andere Qualitätskriterien kommt es nicht an. Damit Sie bei der Auswahl eines geeigneten Dienstleisters nicht auf die Nase fallen, hier ein paar kurze Tipps, wie Sie den richtigen oder zumindest nicht den ganz falschen Übersetzer finden.
Für einen Übersetzer sprechen:
- ein Universitätsabschluss als Übersetzer (z. B. Diplom-Übersetzer) und/oder mehrjährige hauptberufliche Erfahrung als Übersetzer
- die Mitgliedschaft in einem Berufsverband für Übersetzer (z. B. BDÜ, ATICOM, VDÜ usw.), da diese in der Regel die Qualifikation prüfen
- ein eigenes E-Mail-Konto, d. h. nicht bei GMX oder Web.de, da dies für eine hauptberufliche Tätigkeit spricht
- die Spezialisierung auf bestimmte Sprachen und Fachgebiete, da niemand alles anbieten kann bzw. nicht in einer annehmbaren Qualität
- die Empfehlung durch einen Ihnen bereits bekannten Übersetzer
Wenn Sie hierauf achten, können Sie das Risiko eines Reinfalls deutlich senken. Scheuen Sie sich auch nicht, im Zweifel nach der Qualifikation oder der Berufserfahrung in einem bestimmten Fachgebiet zu fragen. Diese Fragen sind legitim und werden Ihnen von einem seriösen Kollegen in der Regel auch anstandslos beantwortet.
