Seit einer Woche arbeite ich nun mit SDL Trados Studio 2014, dem neuesten Produkt aus dem Hause SDL. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes CAT-Tool (Computer-assisted Translation Tool), das wichtigste Werkzeug eines jeden Technik-Übersetzers. Wie immer in solchen Fällen, hat auch hier der Hersteller das Produkt im Vorfeld über den grünen Klee gelobt. Alles schneller, besser, effizienter usw. Nach nur einwöchigem Einsatz kann ich zwar sicher keine umfassendes Fazit ziehen, aber zumindest einen ersten Eindruck geben. Vielleicht zunächst das Wichtigste: Die neue Software funktioniert und tut das, was sie soll. Die versprochene höhere Geschwindigkeit merkt man tatsächlich. Insbesondere der Import und die Konvertierung von Dateien in das sdlxliff-Format sind deutlich schneller geworden. Auch der umgekehrte Weg, d. h. zurück zum Ausgangsformat ist flotter als zuvor. Die neue Benutzeroberfläche ist für mich als langjährigen Trados-Benutzer etwas gewöhnungsbedürftig, soll aber angeblich einfacher sein. Diesen Eindruck hatte ich bislang zwar nicht, aber vielleicht ergibt sich das noch. Ansonsten läuft der Übersetzungsprozess genau wie schon bei den Vorgängerversionen SDL Trados Studio 2009 bzw. 2011. Ich konnte auf die Schnelle keine relevanten Unterschiede feststellen. Das ist keine Kritik, eher im Gegenteil. Es läuft gewohnt gut. Eine der wirklichen Neuerungen ist das neue, voll integrierte Alignment-Tool zur Verfügbarmachung bereits bestehender, aber nicht in Form eines Translation Memorys vorliegender Paralleltexte, d. h. eines Ausgangstextes und der dazu passenden Übersetzung. Das in die Jahre gekommene WinAlign wurde endlich aktualisiert. Mit dem Ergebnis bin ich allerdings nicht ganz zufrieden. Dazu aber mehr in einem anderen Artikel.
Vorübergehendes Fazit: Programm läuft gut, bislang keine Probleme. Als leidgeprüfter User ist man damit schon zufrieden.
Ich halte Sie auf dem Laufenden und werde meine Erfahrungen mit Ihnen teilen.
