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Neue Funktionen in SDL Trados Studio 2017

Die neue Version des CAT-Tools SDL Trados Studio steht vor der Tür. Die voraussichtlich in den nächsten Wochen verfügbare Software wird neben den bewährten Funktionen auch viele neue Funktionen bzw. Funktionsverbesserungen bringen. Hier ein kurzer Ausblick auf nur einige dieser Neuerungen:

Zusammenführen von Segmenten, die durch Absatzmarken getrennt sind

Wenn Sätze oder andere Sinneinheiten durch Interpunktion oder Formatierung in mehrere Segmente aufgeteilt sind, ergeben sich Segmentpaare, die so nicht mehr wiederverwendet werden können und die Qualität des Translation Memorys beeinträchtigen. Bisher war es lediglich möglich, Segmente zusammenzuführen, die durch falsche Interpunktion, Softbreaks usw. getrennt waren. Befanden sich Absatzmarken zwischen den Teilen, war nichts zu machen.
Die 2017er-Version von SDL Trados Studio schafft hier Abhilfe. Nun ist auch das Zusammenführen von Segmenten über Absatzmarken hinweg möglich. Selbst Umbrüche stellen kein Hindernis dar. Erforderlich ist lediglich, dass die Funktion zum Ändern des Ausgangstexts aktiviert ist.

Erweiterter Anzeigefilter und Suchfunktionen

Bislang konnten über den Anzeigefilter Inhalte immer nur entweder in der Ausgangssprache oder in der Zielsprache gefiltert werden. Im neuen Studio lassen sich Begriffe nun gleichzeitig in beiden Sprachen suchen und selbst Tags sind durchsuchbar. Neuerdings lassen sich neben Inhalte auch Formatierungen filtern, sodass beispielsweise nur alle Überschriften, Auflistungen usw. angezeigt werden können.

Fragment-Matches

Neben den Segmentvorschlägen aus dem Translation Memory, der Anzeige der Einträge aus der Multiterm-Datenbank und der automatischen AutoSuggest-Funktion stehen mit SDL Trados Studio 2017 nun auch Fragment-Matches zur Verfügung. Dabei ergänzt das Programm selbsttätig bereits übersetzte Teilsätze, Nebensätze und ähnliches.

Fuzzy-Reparatur

Mit einer neuen Funktion können nun Fuzzy-Matches durch andere Übersetzungsquellen, wie etwa die Multiterm-Datenbank, „repariert“ werden, d. h. Satzteile werden im Übersetzungsvorschlag automatisch ergänzt bzw. Termini selbsttätig ersetzt. Dadurch können aus durchschnittlichen Match-Werten oftmals nahezu einwandfreie Segmentübersetzungen generiert werden.

Für meinen Teil bin ich auf jeden Fall sehr gespannt auf das neue SDL Trados Studio 2017 und freue mich bereits darauf, alle neuen Funktionen und Verbesserungen selbst ausprobieren zu können.

Ausblick auf SDL Trados Studio 2015

In wenigen Wochen kommt SDL Trados Studio 2015 heraus, die neue Version eines der am weitesten verbreiteten Werkzeuge in der Übersetzungsbranche. Da auch ich die Vorgängerversionen seit nunmehr 9 Jahren nutze, war ich besonders gespannt auf das Webinar „Fragen Sie Dr. Studio – Houston, neue Version ist im Anmarsch! Heute sehen was morgen drin ist“. Bei diesem Webinar stellte Jerzy Czopik, alias „Dr. Studio“, ein erfahrener Übersetzer, langjähriger Trados- bzw. Studio-Trainer und Beta-Tester für SDL, einige der neuesten Features des bisher nur als Beta-Version vorliegenden Programms vor.

Hier ein kurzer Überblick über einige Funktionen, die mir als besonders bemerkenswert in Erinnerung geblieben sind:

  • Das bisher als Plugin verfügbare AnyTM, mit dem u. a. TMs mit umgekehrter Sprachrichtung in ein Projekt eingebunden werden konnten, ist nun standardmäßig in das Programm integriert.
  • Das Einfügen von Sonderzeichen und Symbolen ist deutlich einfacher (Einfügen über das Ribbon-Menü oder Tastenkombinationen).
  • Die Cursorposition wird beim Schließen eines Dokuments gespeichert, sodass beim erneuten Öffnen wieder das Segment aktiv ist, in dem sich der Cursor als letztes befand. Bisher werden Dokumente immer bei Segment 1 geöffnet.
  • Die Ribbon-Menüs können nahezu vollständig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
  • In Studio ist jetzt auch eine Autokorrektur im Stile von Word integriert, sodass zum Beispiel zwei aufeinanderfolgende Großbuchstaben am Anfang eines Wortes der Vergangenheit angehören. Außerdem werden Anführungszeichen bei der Eingabe automatisch typografisch angepasst, sodass sie den Vorgaben der jeweiligen Sprache entsprechen. Für mich eine großartige Neuerung!
  • Es gibt aktualisierte Dateitypen (für InDesign, Framemaker, Word usw.) sowie einige völlig neue Dateitypen, so etwa „Bilingual Excel“. Hier können Excel-Dateien eingelesen werden, in deren Spalten unterschiedliche Sprachen (also Übersetzungen) enthalten sind (z. B. in Spalte A Englisch und in Spalte B Spanisch). Es kann festgelegt werden, welche Spalte der Ausgangstext und welche der Zieltext sein soll. Bereits enthaltene Übersetzungen können übernommen und direkt bestätigt werden.

Die  zwei für mich schönsten Funktionen kommen jedoch erst noch:

  • Es wurde eine Art Live-AutoSuggest integriert, d. h. es werden Abschnitte von Segmenten vorgeschlagen, sobald man die ersten paar Buchstaben getippt hat. Hierfür ist es im Gegensatz zur herkömmlichen AutoSuggest-Funktion jedoch nicht erforderlich, extra eine AutoSuggest-Datenbank zu erstellen. Die Treffer kommen direkt und live aus dem TM. Gerade bei Verträgen und technischen Texten, wo sich oft Halbsätze wiederholen, ist das eine wunderbare Sache.
  • Seit einigen Jahren können aus einem Studio-Projekt Lektoratsdateien (Word-Dateien mit Tabellen) für eine externe Prüfung exportiert werden. Diese Funktion war nützlich, aber auch sehr umständlich und fehleranfällig. Jetzt soll es möglich sein, die Übersetzungsdateien direkt aus dem Zieltext heraus zu aktualisieren. So kann zum Beispiel der Endkunde direkt im Zielformat (welche Formate unterstützt werden, ist noch nicht ganz klar) Änderungen vornehmen und muss sich nicht mit Zwischenformaten herumärgern. Diese Änderungen können dann, nach einem Prüfungsschritt in der Alignment-Umgebung (es handelt sich im Grunde um einen Alignment-Prozess), direkt in die sdlxliff-Datei übernommen werden, wo sie als Änderungen gekennzeichnet werden.

Auch wenn einige der Funktionen schon in anderen CAT-Tools vorhanden sind, so bin ich durchaus beeindruckt und freue mich darauf, diese nun auch in dem Programm nutzen zu können, mit dem ich jeden Tag arbeite. Ich bin gespannt, was die Release-Version am Ende bieten wird.

Schöne Grüße
Florian Tejera Valenzuela

Lesenswerter Artikel zu übersetzungsgerechtem Schreiben

Jeder Übersetzer hat sich wohl bereits Gedanken über übersetzungsgerechtes Schreiben gemacht, spätestens dann, wenn er einen Text übersetzen soll, der nicht übersetzungsgerecht geschrieben ist. Unnötige Absätze, die Sätze trennen, inkonsistente Terminologie und vieles mehr machen einem das Leben schwer. Den Übersetzungskunden bzw. (technischen) Redakteur auf diese Mängel hinzuweisen ist oft schwierig, da das Gegenüber die Mängel oft nicht erkennt bzw. deren Folgen für die Arbeit des Übersetzers nicht abschätzen kann. Dabei trägt ein übersetzungsgerecht verfasster Text erheblich zu einer größeren Effizienz und Qualität bei. Kurzum: Die Übersetzungen werden schneller und billiger.

In der aktuellen Ausgabe des MDÜ – Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer, die vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) herausgegeben wird, findet sich ein interessanter Artikel von Dr. Nicole Keller, der die Problematik sehr gut darstellt. Der Text ist als Argumentationshilfe gegenüber Redakteuren und Kunden gedacht und veranschaulicht auch Fachfremden sehr eindrücklich die Schwierigkeiten, die sich aus nicht übersetzungsgerecht geschriebenen Ausgangstexten ergeben.

Klicken Sie auf den nachfolgenden Link, um sich den vollständigen Artikel (PDF-Format) anzusehen*:
Annäherungsversuch – Wie finden Übersetzer und Technische Redakteure zusammen?

Der Artikel spricht für sich selbst. Für diejenigen, die den Artikel lesen, hier noch kurz einige Hinweise zu Punkten, die eventuell missverständlich sein könnten:

  • Auf Seite 15 in der rechten Spalte heißt es: „Dieser Text muss zunächst in eine Word-Datei konvertiert werden, da TM-Systeme grundsätzlich nur Word-Dateien sauber einlesen.“ Da ich selbst beim Lesen auch kurz darüber gestolpert bin, hier der Hinweis, dass sich diese Aussage allein auf die Konvertierung von PDF-Dateien bezieht. TM-Systeme können selbstverständlich auch viele andere Dateiformate verarbeiten, wie etwa *.xlsx, *.idml, *.mif, *.xml, *.html und viele mehr. PDF-Dateien sind jedoch im Grunde nicht zur Bearbeitung gedacht, sodass sie konvertiert werden müssen.
  • Auf Seite 16 in der linken Spalte heißt es: „Das Einrücken von Texten oder Textpassagen wird leider immer noch sehr häufig „manuell“ mit Fix-Tabulatoren oder sogar Leerzeichen vorgenommen, obwohl es in jeder Anwendung dafür bestimmte Funktionen gibt. Solange ein Text nicht übersetzt werden muss, hat diese Vorgehensweise zunächst keinerlei negative Auswirkungen.“ Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das nur keine Konsequenzen hat, wenn die Redakteure auch später sauber arbeiten. Sehr oft habe ich bereits Texte gesehen, in die nachträglich noch Texte eingefügt wurden. Wenn der Redakteur die zuvor manuell eingefügten Tabulatoren, Leerzeichen oder auch Bindestriche nicht korrigiert, kommt es auch ohne Übersetzung im Text zu unschönen Verschiebungen bzw. Worttrennungen mitten in der Zeile.
  • Ebenfalls auf dieser Seite heißt es in Zusammenhang mit Tausendertrennzeichen: „Werden diese Zeichen nun nicht konsistent verwendet oder stattdessen Leerzeichen gesetzt, wird die Zahl vom System nicht oder falsch erkannt und gegebenenfalls auch durch automatische Konvertierungsprozesse falsch „übersetzt“.“ Diese Probleme sind mir ebenfalls schon aufgefallen, gebe aber zu bedenken, dass es im Deutschen, auch laut Duden, zulässig ist, als Tausendertrenner ein Leerzeichen zu verwenden. Es handelt sich also nicht so sehr um ein Problem der Redaktion, sondern vielmehr um eines der Technik, sofern die Zahlenformate im ganzen Text einheitlich verwendet werden.

Das war es von mir. Meiner Meinung nach ein sehr lesenswerter Artikel.

*MDÜ – Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer, Ausgabe 2/15, S. 14-17; mit ausdrücklicher Genehmigung der MDÜ-Redaktion und Frau Dr. Nicole Keller

Bearbeiten von MemoQ-Dateien mit SDL Trados Studio 2014

Vor einiger Zeit kam ein Kunde mit einer interessanten Anfrage auf mich zu, die allerdings Komplikationen in der Umsetzung vermuten ließ. Es ging um die Übersetzung einer Installationsanleitung für einen Teil eines Motorenprüfstands. Das Thema war kein Problem, allerdings sollte die Übersetzung mit MemoQ bearbeitet werden. Bei MemoQ handelt es sich um ein immer beliebter werdendes CAT-Tool der Firma Kilgray, das ich allerdings nicht besitze. Ich arbeite für gewöhnlich mit SDL Trados Studio 2014, sodass ich den Auftrag natürlich in gewohnter Umgebung bearbeiten wollte. So fragte ich den Kunden, ob es auch anders ginge. Leider nein. Der Haken an der Sache war, dass der Kunde meines Kunden bereits ein Übersetzungspaket aus Transit, einem anderen CAT-Tool, geschickt hatte. Dieses Format ist in SDL Trados Studio 2014 bislang nicht einlesbar. Es ging also um folgende Schritte: Transit -> MemoQ -> SDL Trados und wieder zurück. Da stehen selbst mir die Haare zu Berge.

Da ich aber nur ungern so schnell aufgebe, habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Nach einer kurzen Recherche wurde ich bei SDL OpenExchange, dem App-Store von SDL, fündig. Dort kann man sich einen Dateifilter herunterladen, mit dem sich MemoQ-Dokumente im *.mqxlf-, *.mqxliff- und *.mqxlz-Format in SDL Trados Studio 2014 importieren, bearbeiten und wieder exportieren lassen. Da man sich bei neuen Arbeitsprozessen nie ganz sicher sein kann, wollten mein Kunde und ich auf Nummer sicher gehen. So testeten wir zunächst an einer kleinen Datei, ob alle Prozessschritte problemlos ablaufen. Mit Erfolg! Der Kunde konnte die Datei wieder im MemoQ importieren und auch der Rückimport in das Transit-Format schien problemlos zu klappen. So kam es, dass ich den Auftrag tatsächlich erhalten habe. Auch nach der Lieferung aller Dateien kam es beim Kunden zu keinen Schwierigkeiten. Zumindest wurden mir keine mitgeteilt.

Ob die Interoperabilität zwischen MemoQ und SDL Trados Studio 2014 auf diese Weise wirklich gewährleistet ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht hat ja ein hier mitlesender Kollegen bzw. eine Kollegin, die mit MemoQ arbeiten, nähere Erfahrungen in diesem Bereich. Ich bin an Euren Erkenntnissen sehr interessiert. Bitte einfach melden!

Angetestet: Alignieren mit SDL Trados Studio 2014 Service Pack 1

Mit dem kürzlich erschienenen Service Pack 1 zu SDL Trados Studio 2014 wurde auch die Alignment-Funktion überarbeitet (Alignment = Verfügbarmachen eines Textes in der Ausgangssprache und dessen Übersetzung für die Verwendung in einem CAT-Tool). Das war auch dringend nötig, da die Entwickler bei SDL mit der 2014er-Version in diesem Bereich zunächst einen Bock geschossen hatten. Die Alignmentfunktion lief voll automatisch und es bestand keinerlei Möglichkeit, die zugewiesenen Satzpaare vor dem Import in das TM zu prüfen. Damit war das Tool für mich und viele andere gestorben.

Mit dem Release von Service Pack 1 vor etwa einer Woche sollte nun alles besser werden. Nachdem sich etliche Nutzer bei SDL beschwert hatten (SDL nennt das “Wünsche äußern”), wurde die Alignment-Funktion durch ein Bearbeitungsfenster vor dem Import in das TM ergänzt und die Bedienerfreundlichkeit weiter erhöht. Ich habe mir diese Funktion jetzt angesehen und bin doch erleichtert. Das Alignment-Tool ist von den Toten auferstanden. Es ist zwar nicht alles einwandfrei, aber man kann wieder damit arbeiten.

Das Positive:
- Sehr schnell.
- Gute (aber nicht optimale) automatische Zuordnung der Segmente.
- ENDLICH wieder eine Prüfmöglichkeit vor dem Import in das TM. Die Optik lehnt sich an das alte WinAlign-Fenster an, ist aber deutlich schicker.
- Die unselige Qualitätseinstellung in Prozentwerten “vor” dem Alignment, die einem einfach einen Teil der Segmente geklaut hat, ist WEG. Sie kommt zwar nach der Prüfung des Alignments und vor dem Import in das TM wieder, ist an dieser Stelle aber sogar sinnvoll. Zu diesem Zeitpunkt hat man die Segmentpaar gesehen und kann eine belastbare Entscheidung darüber treffen, welche Segmentpaare ins TM sollen und welche nicht.
- Die Reihenfolge der Segmente hat Einfluss auf die Verwendung als ContextMatch (war vor SP1 auch schon so, aber es sollte nochmal erwähnt werden).
- Das geprüfte Alignment kann direkt ohne Umwege in das TM importiert werden.
- Das Alignment kann als sdlxliff-Datei gespeichert werden, was die Nutzung der QA-Funktionen usw. möglich macht. Das ist eine tolle Idee! Danke.

Das Negative:
- Die Neuzuordnung von falsch alignierten (früher hieß es noch “alignten” und wurde auch englisch ausgesprochen) Segmentpaaren ist unnötig kompliziert. Man kann zwar 1-zu-1-Verknüpfungen immer noch durch das Markieren der Segmente und das Ziehen einer Linie per Maus verbinden, bei 1-zu-viele- oder sonstigen Verbindungen geht das aber nicht. Hierfür muss man zunächst die Verbindungen trennen, indem man die Segmente markiert und dann “Trennen” wählt. Warum das, zumindest bei mir, nur bei maximal drei Segmenten oder alternativ bei allen zusammen geht, kann ich mir nicht erklären. Dann muss man den “Alignment-Bearbeitungsmodus” aktivieren. Geht’s noch? Was ist denn das Hauptfenster anderes als ein Bearbeitungsfenster? Wozu braucht es da noch eine zusätzliche Funktion? Nun ja. Im “Bearbeitungsmodus” kann man dann die nicht mehr verbundenen Segmente mit einem Häkchen markieren und dann 1-zu-1-, 1-zu-viele- oder sonstige Verbindungen herstellen. Danach muss man den “Bearbeitungsmodus” natürlich wieder deaktivieren. And so on.
- Die Segmente können weder in der Ausgangs- noch in der Zielsprache “gemergt” oder getrennt werden. Zwar meinte Ziad Chama von SDL im heutigen Webinar zum Service Pack 1, dass das ginge, zeigen konnte er es aber auch nicht. Ich zweifle ehrlich gesagt, dass das aktuell geht.
- Die beiden Seiten, d. h. die ausgangs- und zielsprachliche Seite laufen synchron. Das ist auch gut so, allerdings nur solange die alignierten Dateien wirklich hundertprozentig identisch aufgebaut sind. Aber seien wir doch mal ehrlich… die Realität sieht anders aus. Wie schnell ist in einer Sprachversion ein Kapitel gelöscht oder hinzugefügt. Sobald die zusammengehörigen Segmente aber nicht mehr nah beieinander liegen, bekommt man ein Problem. Früher war zwar nicht alles besser, aber immerhin konnte man da den Synchronlauf abschalten, die zusammengehörigen Segmente zuordnen und anschließend den Synchronlauf wieder einschalten. Was macht man jetzt?
- Was es ebenfalls nicht mehr zu geben scheint, sind so nützliche Funktionen wie “Ab hier als 1:1 Verknüpfungen neu alignen” (oder so ähnlich) usw. Vermutlich ist SDL so von der neuen Engine überzeugt, dass man das absichtlich weggelassen hat. Wenn das Programm keine Fehler macht, kann ich damit leben.
- Früher standen die Exportformate “txt” und “tmx” zur Verfügung. Heute scheint es neben der oben erwähnten sdlxliff-Datei und dem Direktimport in das TM nur noch den Export in eine sdlalign-Datei zu geben. Gab es hier Handlungsbedarf? Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber ich vermute ganz stark, dass dieses Format in älteren Trados-Versionen nicht erkannt wird und auch die CAT-Systeme anderer Hersteller, die bislang eventuell mit tmx-Dateien aus SDL Trados Studio mehr oder minder klar kamen, erst einmal eine Weile brauchen, um sich darauf einzustellen.

Fazit:
Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, so bin ich doch mittlerweile zufrieden mit der aktuellen Lösung. Sie ist brauchbar und leistungsfähig, das ist das Wichtigste. Vielleicht gibt es ja mit Service Pack 2 dann noch die ein oder andere Verbesserung mehr.